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zeebee¹s priorities on "priorities" zeebee-music has never been written to please, seduce or satisfy, it¹s written with the strong desire to touch deeply in many different ways. PRIORITIES, like zeebee¹s debut CHEMISTRY is subject to a multi-medial concept, is an exact interpretation of the artist¹s ideas. the music, the lyrics, the pictures become the receptacles of psychology. the songs are not truths in themselves but suggestions. likewise the list of “priorities³ can be added to and is only a simplified version of the related experiences. although there are still some important reviews missing, which we will add in the next couple of weeks, we would like to thank all reviewers around the world for listening and comment so far. |
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Bruno Lasnier for The Milkfactory, London/April 06
Two years after releasing her first album, German-born quirky songstress Zeebee returns with another slice of twisted electro-pop. Now living in Austria, Zeebee first appeared in 2003 with her debut EP, Tender, which was followed a few month later by Chemistry, an album on which she explored the outer limits of pop music with collaborator Gherhard Potuznik. The ten songs presented on that represented only a fraction of Zeebee¹s impressive collection of tracks and collaborations accumulated during the previous three years on MP3.com, yet it helped establishing her as a recording artist with enough drive and creative input to stand out from the mass. With her faux air of Billie Holiday on helium, her resolutely oblique approach and flair for catchy melodies, she rapidly gained a devoted following, and the arrival of her sophomore effort is likely to help her reach a far wider audience. Partly recorded once again with Potuznik, this album also continues on Zeebee¹s desire to interact with other musicians. Taking their turn behind the desk are Jeffry Math, Trishes, Sub City, Kayleph or Kevin Martin, best known as The Bug. Even more so than Chemistry, Priorities spans a wide array of genres, ranging from the jazz-infused opener, Zeebee Case, and the wonderfully ethereal Sticks to the abrasive and deliciously bonkers cover of Ella Fitzgerald¹s A Tisket A Tasket or the playful electro-punk of Cartoonboom. The unifying force behind all these is Zeebee¹s acidulated voice, which constantly remains almost unchanged throughout the various sonic landscapes crossed. From the sleazy bebop of Zeebee Case, which casts a delightful swinging sixties shadow on the opening minutes of Priorities, to the urban flavours of Attempted Suicide, which concludes on a rather dark and ominous note, the voice remains well above the surface of the soundtracks showcased in the background. Zeebee might be relying on collaborators to adorn her pop songs, but she is ultimately the star of the show, and no one dare contesting. Priority is perhaps the most accessible and radio-friendly moment of the whole album, but the true gems here are to be found elsewhere. Sweetness, Sticks, Jeff¹s Disco or My Sunny Friend are rather more sophisticated and delicate pieces, each evolving on a slightly different level yet demonstrating a common emotional affectation. Elsewhere the tone becomes harsher and bulkier. The three Bug-produced tracks, A Tisket A Tasket, Cards & Signs and Attempted Suicide add a layer of urban grit, while Cartoonboom sounds like Kids In America played by Carter USM. Sunday Morning proves a rather haunting sexy number, and Zeebee¹s ice-cold interpretation of the Peggy Lee classic Fever actually works rather well in the context of this album. While Chemistry attempted to collect the result of years of work and felt slightly disjointed in parts, Priorities feels more coherent, mature and inspired. Here, Zeebee exults in confidence and constantly gets the best out of her collaborators. This is pop music as it should be enjoyed by all. 4.7/5 Henrik Drüner for Uni-Zeitung Kiel, Germany/April 06 “Meine Stimme arbeitet wie das Werkzeug eines Minenarbeiters. Ich bohre mich durch Masse und berühre scheinbar Undurchdringliches.³ Zeebee weiß, wovon sie spricht. Die Musikerin, die mittlerweile im österreichischen Vorarlberg lebt, singt wie eine selbstbewusste Mischung aus Shirley Bassey und Nicolette. Es ist dieses kehlig-knurrende Timbre, das ihrem Album “Priorities³ die Exklusivität verleiht, aus dem Strom von Popmusik-Veröffentlichungen heraus zu stechen. Breitwandige Produktionen mit großem Orchestercharme, die sich auch bei Big Band, Jazz und Downbeat bedienen, ohne beliebig zu wirken. Modern, aber traditionsbewusst; individuell, aber eingängig. In den melancholischen Momenten (“Sweetness³) kommt Portishead in den Sinn, meist brennt Zeebee jedoch auf höherem Energielevel. Denn: “Ich reibe mich an der Musik, bis es heiß wird, bis alles nachgibt.³ 4/5 MAXI, Germany/Mai 06 Diese Dame aus Vorarlberg ist wie eine Zirkusattraktion: vorwitzig und einfach sensationell. Ihre Stimme mit schokoladig-heiserem Timbre fließt in treibenden elektronischen Rhythmen zu einer eigenwilligen, aber höchst originellen Klanglandschaft. Unwiderstehliches Album! KEYS Magazin, Germany/April 06 Nett schräg, diese 13 Lieder, in denen sich Elektro- und HipHop-Beats mit Film-noir-Jazz und Klassik-Elementen (Piano, Streicher) mischen. Schon der Auftakt zum zweiten, von Gerhard Potuznik Chef des Wiener Angelika-Köhlermann-Labels coproduzierten Zeebee-Album verströmt Glamour: Zu Bigband-Bläser-Samples schreitet die Songschreiberin und Sängerin aus den Vorarlberger Alpen die Showtreppe hinab, inszeniert sich wie eine wahre Diva (“I was born as a zeebee...³) und lässt ihre, sagen wir “gewöhnungsbedürftige³ Stimme beben wie die einer Peggy Lee (deren “Fever³ Zeebee angemessen lasziv covert), die kurz vor dem Bühnengang noch tief aus einem Heliumballon inhaliert hat. Sind auch zwei feine Videos auf der Platte. Sound: ********* Music: ********* Sascha Bertoncin for SONIC SEDUCER Magazine, Germany/April 06 Zeebee hat vor einiger Zeit bereits ein Album auf Angelika Köhlermann veröffentlicht, das ein wenig daran krankte, daß es für den großen Erfolg nicht glatt genug war, aber auch zu wenig Kanten hatte, um im Underground zu punkten. Das neue Album ist in dieser Hinsicht dann gleich deutlich konsequenter und verfolgt klar die Linie des anspruchsvollen Erwachsenenpops. Zeebee¹s Kapital ist ihre markante Stimme zwischen Kindchenschema und 20¹er Jahre Vokalistin. Der Vintagefaktor wird zusätzlich durch viele jazzige Elemente unterstrichen, die das elektronische Ambiente des Albums immer wieder angenehm auflockern. Einen nicht geringeren Anteil daran haben auch die Gäste, die sich Zeebee und Produzent Gerhard Potuznik an Bord geholt haben: Kevin Martin (Techno Animal, The Bug), Jeffry Math sind nur einige der Namen, der “Priorities³ ein vielfältiges Gesicht verleihen. Wie unterschiedlich dies aussehen kann, zeigen auch die beiden enthaltenen Videoclips: Einmal MTVivakompatibles SF-Autorennen vor Blue Screen Kulisse, einmal Homemadevideo aus dem Badezimmer. Stefan Krulle for WOM Magazine, Germany/March 06 Und immer wieder Österreich. Gut, Zeebee ist per Geburt Deutsche, arbeitet aber im Nachbarland und hat dafür sicher gute Gründe. Wer momentan den Jazz mit Eiswasser begießen und ihm dann Feuer unterm Arsch machen will, reist nach Wien. Zeebee hat noch ein paar Wünsche mehr gehabt und offenbar alle so becirct, dass ihr keiner davon verweigert wurde. Manchmal singt sie wie die Synchronstimme von Daisy Duck, an anderer Stelle wie die erfolgreichste Angestellte im Telefonsex-Center. 13 Tracks enthält ihr Album, keiner davon ist gut für ein “skip³. Zeebees Version von “Fever³ sollte irgendwo zur Hymne werden, notfalls bei uns im Wohnzimmer. **** Arno Raffeiner for INTRO Magazine, Germany Nur keine Angst, die ersten von Zeebee ausgesandten Signale können leicht missverstanden werden. Auf "Priorites" dreht sich nicht alles um Vintagewahnsinn oder gar Musical, wie der Eröffnungssong vermuten lässt. Zeebee ist nicht etwa weltfremd, sondern pflegt einfach gerne preziöse Vorlieben. Jazz aus den 40er Jahren, uralte Orgelsounds und Trip Hop umarmt die Wiener Künstlerin aber genau so innig wie Dub oder Elektrorock. So wird dann beispielsweise der Ella-Fitzgerald-Song "A Tisket A Tasket" gemeinsam mit Kevin "The Bug" Martin, der einige der Stücke des Albums produziert hat, auf heißen Rumpelragga á la M.I.A. frisiert. Ihrem Stilbewusstsein entsprechend gibt Zeebee dabei allerdings weniger die wütende Stadtsoldatin als vielmehr die Diva im eigenen Musikmärchenland. Diese zum Teil bemüht wirkende Inszenierung als überempfindsames Kunstwesen kann auch ein wenig nerven, was die Diva aber bestimmt am wenigsten kümmert. Denn das Gute daran ist: Zeebees Stimme meistert den Ausritt durch den Genrewald mit großer Bravour, sie klingt affektiert, da wo's sein muss, schwelgerisch, grazil und in jedem Falle souverän. Mit diesem Selbstvertrauen schafft sie es sogar, vom heiklen, quasi zu Tode gecoverten "Fever" eine überraschend unpretentiöse und eigenständige Version zu bringen. MADAME, Germany/April 06 “Ich reibe mich an der Musik, bis sie heiiß wird!³ beschreibt die deutsche Avantgarde-Sängerin Zeebee ihren Stil. Auf ihrem zweiten Album “Priorities³ taucht sie ab in viele Genres der modernen elektronischen und akustischen Musik und fördert zutage, wa ihr gefällt, mit starkem Akzent auf Jazz. Volker Peter for Doppelpunkt Magazin, Germany/April 06 Musik und Stimme von Zeebee überraschen und irritieren zugleich, wie etwa die ersten Alben von Kate Bush und von Björk. Es gibt wenig Vertrautes, woran sich Ohren eines durchschnittlichen Popkonsumenten orientieren können. Zeebee schlägt Brücken zwischen Elektronik, Akustikpop und Avantgarde. Auf “Priorities³ gibt es viel zu entdecken: Ein verwirrendes musikalisches Labyrinth, das anjeder Ecke mit neuen Einfällen aufwartet bis hin zum aufwändigen Animations-Video. Lust aufs besondere Hörerlebnis sollte man mitbringen. Tina Manske for Titel Magazin, Germany/March 06 Mut zur Lücke. Zeebee vereinigt auf ihrem zweiten Album erstaunlich viele verschiedene Genres. Auch wenn ein paar allzu glatte Produktionen dabei sind, lohnt sich das Zuhören doch. Zeebees Debüt "Chemistry" war im Jahr 2004 ein Überraschungserfolg und wurde beim Independent-Radio FM4, das auch außerhalb Österreichs für seinen guten Geschmack bekannt ist, zum "Album der Woche" gekürt. Die Musikerin aus den Vorarlberger Bergen macht nach eigenen Angaben seit ihrem fünften Lebensjahr Musik und widmet sich seit kurzem nur noch dieser Aufgabe. Mancher Hörer dürfte sich an der gewöhnungsbedürftigen Stimme der jungen Dame stoßen, die manchmal reichlich prätentiös in der Tradition der großen Chanteusen ihren eigenen Manierismus pflegt. Aber irgendwie mag man sie ja doch. Die Prioritäten dieses Albums liegen ganz klar in der Verwendung möglichst vieler elektronischer Möglichkeiten, die weitestgehend klug eingesetzt werden. Am besten ist Zeebee, wenn sie sich an Coverversionen versucht, so wie das sehr gut gelungene "A Tisket A Tasket" nach Ella Fitzgerald, das in dieser Version zum Dancehall-Track mutiert, oder das swingende "Fever". Auch die Zusammenarbeit mit Ausnahme-Musikern wie Kevin Martin aka The Bug (bei "Cards And Signs") ist eine feine, ebenso wie die durchweg saubere Produktion, die Gerhard Potuznik besorgte. "Cartoonboom" versucht sich sogar in Rockposen. Unangenehmer wird es nur manchmal, wenn ein Hauch von Beliebigkeit durch die Gassen weht (zum Beispiel beim Instrumental "Jeff's Disco") oder wenn gar Reminiszenzen an unselige Robert-Miles-Stücke anklingen ("Sticks"). Dann kommt aber wieder sowas wie "Sunday Morning", dessen ätherischem Zupfinstrumenten-Sample man rein gar nichts entgegenzusetzen hat. Zeebee ist mit "Priorities" auf dem besten Weg, die Lücke zwischen Formatradio und ambitioniertem Elektro-Pop mit unangestrengter Selbstverständlichkeit zu besetzen. Stefan Egger for musicchanell, Austria/Feb. 06 Mit ihrem enthusiastisch aufgenommenem ersten Solo-Album “Chemistry³ schaffte es die deutsche Wahl-Vorarlbergerin Zeebee 2004 erstmals in die alternativen Charts (FM4 Album der Woche) und erregte internationales Aufsehen. Nun setzte sie sich die Frau mit den vielen Talenten offenbar die Priorität, dem Erstschlag einen Nachfolger zur Seite zu stellen. “Wenn ich singe, befinde ich mich dort, wo es dunkel und dicht ist. Meine Stimme arbeitet wie das Werkzeug eines Minenarbeiters. Ich bohre mich durch Masse und berühre scheinbar Undurchdringliches³, meint sie selbst zu ihrer Musik. Wir setzten die Stirnlampe auf und wollen hier noch ein wenig tiefer graben! Schon beim ersten Anhören wird klar, dass es sich um ein bis ins Detail durchdachtes Konzeptalbum handelt, auf dem sich jeder Song perfekt an den nächsten schmiegt. Neben dreizehn brandaktuellen Stücken wurden auch zwei eigenwillige Coverversionen “A Tisket A Tasket³ und “Fever³ sowie zwei Videos, das aufwändige “Cartoonboom³ und die Low Budget- Ergänzung “Sunday Morning³, auf die CD gepackt. Dabei schreitet Zeebee ein wie gewohnt weitläufiges Gelände der akustischen und elektronischen Musik ab, bleibt aber bei angenehm harmonischen Klängen. Feine Beats werden konterkariert von getragenen Streichersamples und mit knackigen Piano-Passagen versetzt. Abgerundet wurde der hypnotisch- schöne Klang durch die Zusammenarbeit mit renommierten Musikern wie The Bug - zeitgemäß über das Internet. Offensichtlich hat es Zeebee gut getan, sich in letzter Zeit ausschließlich auf die Musik zu konzentrieren denn das war nicht immer so. Obwohl sie schon seit ihrem fünften Lebensjahr textet, mit 17 ihre erste England-Tour mit der Band PigBag absolvierte und im Anschluss noch zwei Alben veröffentlichte, übernahm sie die Leitung einer Werbeagentur. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie schließlich auch als Ghostwriterin zu arbeiten, nahm Flugstunden und wollte Kunstpilotin werden. All das mag durchaus gut funktioniert haben, als Musikfreund und Fan schräger Klänge freut man sich dann aber doch über ein mit ganzem Herzen produziertes Album wie dieses. Insofern sollte Zeebees “Priority³ hoffentlich noch länger in der Musik liegen. Den schönsten Schlusssatz schreibt Zeebee selbst: “Ich reibe mich an der Musik, bis es heiß wird, bis alles nachgibt. Und manchmal ist da am Ende Licht.³ Herrlich.***** bleed/Sascha Kösch for DE:BUG, Germany/March 06 Eine Platte die zwar musikalisch völlig wirr zwischen hyperaktivem Jazz und verdaddeltem Elektro, zwischen strangen HipHop Referenzen und klassischem Piano herumsaust, aber da Zeebee so eine eigenwillige Stimme hat, das alles gut verträgt und jeden Track zu einem Hit für alle macht, die nicht immer nur ihre alten Billie Holiday Platten hören wollen. Genaugenommen gewinnt die Platte sogar dadurch, dass die Tracks sich einfach nicht einordnen lassen wollen, denn so sind die Vocals immer die Spitze des Eisbergs und nicht das Zentrum.***** Giosué Impellizzeri for Disc-Jockey Magazine, Italy/Feb. 06 Uscirà, unicamente in supporto cd, il prossimo 27 febbraio il secondo album di Zeebee, cantante, musicista e visual-artist. La tedesca (ma ormai austriaca d'adozione) prosegue il discorso lasciato in sospeso col precedente "Chemistry" uscito a gennaio del 2004 racchiudendo in "Priorities" le emozioni vissute negli ultimi due anni e le collaborazioni strette con musicisti del calibro di Kevin Martin, Jeffry Math, Sub City e Kayleph. Come già avvenuto nel già citato "Chemistry", Zeebee fonde musica, testi impegnati e psicologia raggiungendo un risultato suggestivo ed ai confini con la realtà oggettiva che ogni giorno abbiamo davanti agli occhi. Il tempo e lo spazio si deformano andando a recuperare tessere sonore delle passate decadi poi fuse in partiture fuoriuscite dal più moderno computer. Funk, dramatic-pop, dub, hip-hop, jazz, folk, trip-hop, avanguardie dell'electronica: è questo "Priorities", contenitore di uno stile alternativo e struggente che lancia fuori dalle sue note una sorta di Roisin Murphy più addentrata nei meandri bui della sottile sperimentazione. Echi degli anni '60 si odono in "Zeebee Ease" che in breve lasciano spazio ad una dolcezza senza pari racchiusa in "Sweetness" e "Sticks". Poi il melanconic-pop di "Fever", il rock di "Cartoon Boom", il disco funk di "Jeff's Disco" e la ruvidezza di "A Tisket A Tasket". A ciò va aggiunta "Priority", unica a seguire la canonica misura in 4/4 abbracciata ad arrangiamenti latin e funk. La dote che emerge in modo inequivocabile è senza ombra di dubbio la versatilità con la quale l'artista dona al lavoro un senso di globalità musicale in grado di instaurare un contatto con gli stili che si sono rincorsi negli ultimi 40 anni. Tutto è celato in un patinato digipack che racchiude al suo interno il booklet coi testi. A credere in Zeebee è (ancora) il viennese Gerard Putuznik alias GD Luxxe che fa confluire "Priorities" nel catalogo della sua Angelika Köhlermann. Oberösterreichische Nachrichten, Austria/Feb. 06 Die Musik von Zeebee auf einen Punkt zu bringen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Keine vorgefertigte Stil-Schublade passt zu dem, was die in den Vorarlberger Bergen lebende Sängerin, Musikerin und Künstlerin von sich gibt. Das kann man nun bedauern, weil der Mensch ja gerne geleitet wird. Oder aber man kann sich uneingeschränkt freuen, weil es in den Weiten des auf Gleichförmigkeit laufenden Mainstream noch Musik gibt, die sich abhebt, weil sie anders ist. Wer sich zweiterem mehr zugehörig fühlt, wird von Zeebee auf ihrem neuen Album “Priorities³ in eine Welt entführt, in der Sounds, Klänge und Songstrukturen eine ganz eigene Stimmung verbreiten. Dazu leistet Zeebee mit ihrer eigenwilligen, in manchen Momenten an Björk erinnernde Stimme, einen wesentlichen Anteil. Sie erzählt Geschichten zum Zuhören oder aber spielt dank schriller Untertöne mit dem Gefühlsleben des Hörers. “Wenn ich singe, befinde ich mich dort, wo es dunkel und dich ist³, sagt Zeebee. Dorthin folgt man ihr sehr gerne. DIVA, Austria/Feb. 06 “Meine Stimme arbeitet wie ein Werkzeug. Ich bohre mich durch Masse und berühre scheinbar Undurchdringliches...³ Eine perfektere Beschreibung als den O-Ton der Sängerin gibt es für das Album nicht. Gerhard Stöger für NOW! Magazin, Austria/March 06 Die heimische Platte des Monats kommt aus den Vorarlberger Bergen, klingt aber weit eher nach einer pulsierenden europäischen Popmetropole als nach der Kuh vorm Fenster und dem Wald hinterm Haus. Sie heißt “Priorities³ (Angelika Köhlermann, monkex./ Universal Music) und stammt von der außergewöhnlichen Sängerin und Songwriterin ZEEBEE, die schon 2004 mit ihrem Solodebut “Chemistry³ Aufsehen erregte. Ähnlich der britischen Vocalistin Nicolette vermag Zeebee Billie Holiday und Micky Maus auf produktive Art zu kreuzen, wobei ihren Gesang eine selbstbestimmte und kontrollierte Form von Naivität auszeichnet. Die einzelnen Tracks des Albums entstanden in Zusammenarbeit mit verschiedenen nationalen und internationalen Künstlern, als musikalischer Direktor fungierte der Wiener Elektronikmusiker und Produzent Gerhard Potuznik. Bei aller Stilvielfalt wirkt “Priorities³ im Gegensatz zum bisweilen etwas bemühten Vorgänger erfreulicherweise nie wie ein Fleckerlteppich, vielmehr scheint eine einende Idee moderner Popmusik auf elektronischer Basis hinter der ganzen Familie zu stehen. WER IST SIE? Eine in den Vorarlberger Bergen ansässige Lebenskünstlerin, die sich nach verschiedenen musikalischen und anderen Tätigkeiten entschlossen hat, Prioritäten zu setzen und ihr Leben komplett den Tönen zu widmen. Zeebee singt, schreibt Songs und setz sie gemeinsam mit Produzenten wie Gerhard Potuznik, The Bug oder Trishes auch musikalisch um. Sogar um ihre Videos und Fotos kümmert sie sich selbst, versteht sie sich doch als im Entstehen begriffenes Gesamtkunstwerk. WIE KLINGT SIE? Ihre Musik erfährt man zunächst über ihre eigenwillige Stimme, die polarisiert: Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Das liegt wohl auch daran, dass Zeebee sehr viel von sich preisgibt. In ihren Songs zeigt sie sich ungeschminkt, singt über Sehnsüchte und Ängste. Beeindruckend ist die Vielseitigkeit, die sie sich erarbeitet hat: Von beschwingten Ballroom-Jazz über Elektro bis zu derben Dancehall-Beats reicht die Palette. G. Tartarotti für KURIER, Austria/March 06 Zeebee: Vorarlbergerin auf elektronischem Kunstflug. Zeebees (das phonetische Kürzel steht für cyber-babe) zweites Album “Priorities³ bietet elektronische Singer-Songwriter-Musik, irgendwo zwischen Portishead, Joni Mitchell und Beth Orton. Ausgezeichnet komponiert und eingespielt, dazu ein unvergesslich eigenwilliger Gesang das Ganze klingt hitverdächtig wie die frühen Goldfrapp. “Für meine entwicklung als Sängerin und Songwriterin war es wichtig, dass ich allein arbeiten konnte. Ich habe mein eigenes Studio. Wann immer ich möchte, und sei es um drei in der Früh, kann ich ins Studio runtergehen und aufnehmen.³ Zeebee, 1965 in Deutschland geboren, lebt in Vorarlberg. Sie fühlt sich keinerlei Szene zugehörig, arbeitet für sich alleine was ihr half, ihren unverwechselbaren Stil zu entwickeln. Künstlerischer Austausch mit anderen Musiker etwa mit Klaus Waldeck ereignet sich via Internet, Tracks werden hin- und hergeschickt. Ist das nicht sehr unpersönlich? “Für mich ist das ganz normal.³ Solo mit Laptop, im Duo mit dem Pianisten Stefan Frommelt und als siebenköpfige Band. Mit letzerer setzt sie alles live um: “Auch elektronisch produzierte Musik ist ja an natürlichen Instrumenten orientiert.³ Zeebee hat bisher ein abenteuerliches Leben geführt. Erste Tourneen mit 17, Arbeit in einer Werbeagentur, als Ghostwriterin, Ausbildung als Kunstflugpilotin. Zwei Kinder. Zeit für Musik bleibt ihr nur, weil sie offenbar weniger Schlaf als andere braucht: “Musik mache ich meistens in der Nacht, wenn alle anderen schlafen.³ Sebastian Fasthuber für DER FALTER, Austria/March 06 “I was born as a Zeebee³: Die aus dem FM4-Soundpark gewachsene Sängerin baut auf ihrem zweiten Album weiter an ihrem persönlichen Kosmos aus Musik und Glamour. Wo der Erstling “Chemistry³ vor zwei Jahren noch recht unausgegoren klang, gehen die neuen Songs der wie Billie Holiday auf Helium klingenden Stimme erstaunlich gut auf. Das Exaltierte an Zeebees Songs wirkt auf einmal ganz natürlich und der große musikalische Formenreichtum, für den den Produzenten wie Gerhard Potuznik, The Bug oder Trishes garantieren, nicht beliebig, sondern deckt das ganze Feld modernen elektronischen Pops ab. Franz Eckert for SPEX, Germany/March 06 Zeebees Umgang mit dem Populären und Einschmeichelnden ist weniger obsessiv und nicht ohne Ironie und widerständigen Sarkasmus: “Completness I do always regret, sweetness is not part of me yet.³ Zeebees extrem pronouncierte und hohe Gesangsstimme und ihr an Billie Holiday angelehntes Timbre bringen die wie aus Frauenzeitschriften-Editorials oder Lebenshilfeforen entnommen wirkenden Texte auf eine ganz andere, immer tendenziell beunruhigende Ebene. Musikalisch bewegt sich Zeebee frei zwischen Cab Calloway und Missy Elliott. Auch ruhige Momente der Abwesenheit, wie in “Sticks³, sind möglich. Es ist schon ein ziemlich eigener und eigenartiger Glamour, der hier im Übermaß transportiert wird und musikalische Grenzen schlicht auslacht. Mit “Cartoonboom³ hat Zeebee auch noch einen ganz und gar schmerzfreien und jeglichen rationalen Widerstand einfach niederwalzenden Monstertruck von Hit mit an Bord. Da kann nichts mehr schief gehen. Fabien par liability webzine, France/March 06 Il y a deux ans l'Autrichienne Zeebee avait su toucher juste avec un premier album (Chemistry) qui annonçait une suite qu'on espérait prometteuse. Priorities se veut aussi ouvert que son prédécesseur, sinon plus. Les réminiscences trip-hop ont quasiment disparu pour laisser place à des influences de plus en plus marquées sur le jazz, l'électro-pop et un chouia de dub. Toujours épaulée par Gerhard Potuznik, Zeebee, qui n'a plus le bénéfice de la surprise, n'est pas tombée dans le piège de la redite sans inspiration. Elle s'entiche même d'une reprise amusante de A Ticket A Tasket qui confirme la décontraction qui ressort de ce disque. La jeune femme mène sa barque avec une apparente facilité, délivrant des morceaux qui touchent juste la plupart du temps. Priorities est le genre de disque que l'on aime écouter sans avoir à le trouver génial. Il passe, ainsi, comme une lettre à la poste grâce notamment à une production irréprochable qui ne laisse rien transpirer. De ce fait, il n'y a plus grand-chose à dire. Il n'y a qu'à écouter ce disque qui recèle vraiment de bonnes choses bourrées d'intentions louables. Cependant il apparaît aussi évident que Priorities restera, malgré ses qualités, un album de second plan tout simplement parce qu'il ne possède pas ce feu sacré qui font les grands disques. On pourra éprouver un certain attachement aux mélodies naïves et touchantes de Zeebee mais elles demeurent comme des curiosités sur lesquelles on ne prendra que de fugaces plaisirs. Mais tout cela est sans doute le cadet des soucis de l'Autrichienne qui, sûre d'elle, avance dans un univers qui lui ressemble. En attendant qu'elle passe un cran au-dessus, on pourra bien se contenter de ce disque méritoire en se disant que franchement, dans le genre, il y a bien pire. Et de loin. G.S. for wienweb, Austria/Feb. 06 Verführerische Eleganz und bassbetonte Klänge - die in Deutschland geborene Sängerin Zeebee hat mit "Priorities" ihr zweites Solo-Album fertig gestellt. Ihr Debüt "Chemistry" (2004) hatte für einiges Aufsehen gesorgt. FM4 kürte es zum "Album der Woche". Via Internet stellte der Tausendsassa in Zusammenarbeit mit renommierten Musikern aus der ganzen Welt (The Bug, Jeffry Math, u.v.m.) die neuen Songs für "Priorities" zusammen - unterstützt vom Wiener Produzenten, Musiker und Angelika Köhlermann-Labelchef Gerhard Potuznik. Herausgekommen ist ein sehr abwechslungsreiches Album - Big Band-Gehabe, filigraner Trip Hop, Dancehall Reggae und treibende Elektro-Beats. Ein Fiepsen dort, eine Posaune da. Was die 13 Tracks vebindet: die laszive Interpretation der Hauptakteurin. "Wenn ich singe, befinde ich mich dort, wo es dunkel und dicht ist. Meine Stimme arbeitet wie das Werkzeug eines Minenarbeiters. Ich bohre mich durch Masse und berühre scheinbar Undurchdringliches. Ich reibe mich an der Musik, bis es heiß wird, bis alles nachgibt. Und manchmal ist da am Ende Licht." Nur einmal gönnt sich die Sängerin eine Verschnaufpause. Das Instrumental-Stück "Jeff's Disco" läutet den etwas düsteren Teil der CD samt der Singleauskoppelung "Cartoonboom" ein. Die gemütliche Cocktailbar-Atmosphäre schwindet, die Beats werden druckvoller - darunter zu finden: die eigenwillige Coverversion "Fever". Mit "A Tisket A Tasket" hat Zeebee noch ein zweites Cover auf "Priorities" gepackt. Wie bereits "Chemistry" folgt das Album einem multimedialen Konzept. "Cartoonboom" und "Sunday Morning" (Selbstbetrachtung mit Haarfön vor dem Badezimmerspiegel) gibt es auch als Video-Format. Daneben sind Remixe geplant, die parallel zum Album erscheinen werden. "Priorities" bietet jede Menge gute Ansätze und verleitet zum Herauspicken einzelner Tracks - je nach Geschmack und Laune - ganz im Stil von Zeebee, die einmal in Begleitung eines Jazzpianisten, das andere Mal mit einer 7-köpfigen Band oder eben solo die Bühne betritt. Eine Versuchung wert. (gs) Pedro Portela for O DOMINIO DOS DEUSES, Portugal/April 06 Zeebee é uma artista multidisciplinar, nascida na Alemanha, mas que actualmente habita as frias montanhas austríacas, onde se dedica à música e às artes visuais, movimentando-se à vontade na criação e manipulação de sons e imagens digitais de intensa urbanidade. A sua notoriedade fez-se sentir inicialmente online, através do site mp3.com onde algumas das suas produções a resgataram do anonimato, o que lhe deu a possibilidade de gravar um EP, «Tender», imediatamente seguido do longa duração «Chemistry». Três anos depois surge «Priorities»... Este é um disco tocado por múltiplas influências, do be-bop ao jazz, com laivos de música ambiental ou de reggae, reunindo a energia do trash, mas talhadas pelo martelo e formão do electro-pop. A voz de Zeebee destaca-se do conjunto sonoro, remetendo todas as texturas tímbricas e rítmicas para o papel de holofotes que rasgam a escuridão, para apontar unidireccionalmente para a chanteuse de cabaré cibernético que tão bem encarna. Uma personagem que, em vez de lantejoulas brilhantes, se deixa vestir pelo fósforo luminoso de milhares de pixel, exibindo orgulhosamente esse traje tecnológico. Algo que com algum esforço de imaginação se poderia traduzir por uma equação: «Felt Mountain» (Goldfrapp) + «Naz Bar» (Anubian Lights) + «Punishing Kiss» (Ute Lemper) + «The Fragile» (Nine Inch Nails) = «Priorities»! O reprocessamento digital a que Zeebee submete a sua ampla matéria-prima musical resulta em 13 arquétipos de pós-modernidade, mesmo que em alguns casos não pareçam suficientemente desenvolvidos para se tornarem definidores de uma nova estética. A verdade é que a ilusão de estamos perante algo de novo, alimentada nos momentos mais substanciais desta busca de uma nova linguagem, acaba por ser traída por algumas equações formalmente menos eficientes, tornando indefinido o real valor de «Priorities». Apesar disso, em temas como «Sweetness», «Sunday Morning», «Sticks», «Cartoonboom» e «Jeff's Disco» ou nas adaptações intencionalmente fendentes de «A Tisket A Tasket» (Ella Fitzgerald) e «Fever» (Peggy Lee), Zeebee faz-nos sonhar com um mundo pop perfeito, em que a tecnologia, a estética, a estimulação dos sentidos e a capacidade de sonhar se unem em quatro minutos de intenso prazer auditivo. St. Jakob for VOLUME Magazine, Austria/May 06 Eine Trompete plustert sich ganz am Anfang , bei “Zeebee Case³, auf wie ein stolzer Gockel. Der darauffolgende Song ist ein wilder Mix aus Calypso (à Harry Belafonte), Big Band Bläsern (à Dean Martin), Propellerheads und der brillanten Stimme Zeebees. Diese vereint nämlich den Zucker einer Gwen Stefani mit dem souligen Volumen von Shirley Bassey und ist somit eine der herausragenden Vokalistinnen Mitteleuropas. Die Zusammenarbeit mit Gerhard Potuznik (aka De Luxxe, Co-Producer) kommt nicht von ungefähr: schließlich kennt man sich aus der kleinen, aber feinen Elektro Szene Österreichs und releast am selben Label, nämlich bei Angelika Köhlermann. Was sich musikalisch abspielt, ist schwer zu fassen, zu unterschiedlich sind die Tracks. Was nicht heißen soll, dass hier etwas aus dem Ruder läuft, schließlich ist Zeebee´s Vokalorgan ein prächtiger roter Faden, der die verschiedenen Facetten von “Priorities³ zu einem farbenprächtigen Stück Popmusik zusammennäht. Die vorher erwähnten Propellerheads machen insofern Sinn, da beispielsweise der Titeltrack oder ein Stücke wie “Sunday Morning³ und “Sweetness³ den gewissen edlen Touch haben, den auch James Bond Soundtracks aufweisen . Hinter den restlichen Sings verbirgt sich topproduzierter Ragga-HipHop (“A tisket, a tasket³), Trance (“Cards and Signs³) oder Chillout (“Sticks³, “Free Now³). Zusätzlich gibt es noch eine krachende Garbage Referenz in Form von “Cartoonboom³ und Powergroove beim “Fever³ (John Davenport Klassiker der 50er). Selbstverständlich fußt die Opulenz des vorliegenden Tonträgers voll auf Studiomaschinerie und schwirrt vor MIDI Layern und Effekten, was dem Soul von Zeebee´s Zweitling aber keinen Schaden macht. Hans van Lissum for CUT UP Magazine, Belgium + Netherland/April 06 Het simpele leven van Zeebee Wed, 26.04.2006 Een stem die vergeleken wordt met Mickey Mouse en diverse pornosterren zal slechts door weinigen meteen als een forte worden gezien, maar de Oostenrijkse Zeebee heeft er wel degelijk een sterke troef mee in handen. Haar tweede album Priorities staat, behalve met die karakteristieke stem. vol met een vreemd amalgaam aan jazz, triphop, dance en elektronica. "Ik ben een komiek. Een complexe, verwarde, emotionele komiek." Eigenlijk is het wel typerend dat Zeebee zich pas op het eerste nummer van haar tweede plaat een beetje fatsoenlijk aan de luisteraar voorstelt. "I was born/As a zeebee/Under the sign/Of Exupéry" zingt ze in opener Zeebee Case, over cartooneske blazers en hyperactief getrommel. "Natuurlijk ben ik nog steeds dol op Chemistry, mijn eerste. Maar ondanks dat mensen er gek op waren vond ik hem hier en daar toch wat te glad. Oorspronkelijk was het de bedoeling dat hij veel rauwer zou klinken. Met Priorities ben ik veel strikter geweest. Ik heb mezelf verboden om compromissen te sluiten wat betreft de muziek, geluiden en productie. Maar het grootste verschil tussen de twee platen is dat ik Priorities simpelweg léuker vind. Deze plaat staat dichter bij me in die zin dat ik mijn vinger weet te leggen op bepaalde plekken bij mezelf. Het is allemaal veel meer Zeebee." Het titelnummer is meteen het meest persoonlijk. De tekst van Priorities bestaat uit een lijst aan, inderdaad, prioriteiten die Zeebee zelf nodig acht voor een rijker leven. Tijd voor zichzelf is daarbij geen luxe, vindt ze. "Tijd voor mezelf is belangrijk. Ik moet dingen rechtlijnig en simpel houden, misschien omdat ik juist een complex, verward en erg emotioneel iemand ben. Ik wil teveel dingen, waardoor het moeilijk wordt om te kiezen. Vandaar dat ik het idee kreeg voor die lijst in Priorities. Ik zat in de flat van vrienden in Wenen en schreef mijn prioriteiten op. Ik wilde mezelf beperken tot slechts een klein stukje papier, want er zijn alleen maar kleine dingen in het leven nodig die je écht nodig hebt om gelukkig te zijn. Dat klinkt misschien pathetisch, maar ik geloof erin." "Be good to myself/Stop eating when I'm full/Peace and harmony/Meet interesting people/A simple life is all I need" is een voorbeeld van de lijst aan kleine geluksveroorzakers. "Als ik inderdaad dat zing, be good to myself/stop eating when I'm full, dan betekent dat twee dingen. Je kunt het letterlijk nemen, of zien als een metafoor. We leven in een wereld waar alles mogelijk lijkt. Je hebt enorme supermarkten waar je alles kunt eten, drinken, zien, horen. Daardoor is het op een gegeven moment heel moeilijk om te bepalen wanneer je genoeg hebt. Ik wil mezelf beperken, ik wil precies datgene wat ik nodig heb, en dat is heel weinig. Dus dat nummer is een soort geheugensteuntje voor mezelf eigenlijk. Een lijst van dingen die je wilt onthouden en aan de muur spijkert." Voor de muzikale omlijsting van haar persoonlijke geheugensteun liet ze zich onder meer bijstaan door Kevin Martin, alias The Bug. "Hij was een grote inspiratiebron, zelfs sterker dan ik aanvankelijk had verwacht. Ik ben gek op zijn muziek, en op zijn persoon. Er zit zoveel kracht en power in zijn tracks. We hadden ook ontzettend veel lol, ook al communiceerden we voor het grootste deel online. Hij is een producer met een erg diepgaand begrip voor muziek. Dat is belangrijk. Maar ja, uiteraard moet de inspiratie ook uit jezelf komen, en dat was in dit geval zeker zo. Ik heb het gevoel alsof ik mezelf echt heb ontdekt de jaren voorafgaand aan het maken van dit album. Veel dingen zijn gebeurd, of ik liet ze gebeuren, en daardoor kreeg ik een wat completer gevoel. En dat inspireert weer, ook al is het op een niet-muzikaal vlak." Geen Zeebeerecensie of er wordt melding gemaakt van haar eigenaardige stemgeluid, dat vaak wordt vergeleken met dat van Billie Holiday. Toch is die vergelijking de laatste tijd wel bij meer artiesten gemaakt. "Ach ja, Billie Holiday is er één. Ik word ook vergeleken met Mickey Mouse en diverse pornosterren. Ik denk dat mensen tijd nodig hebben om eraan te wennen, net zoals mensen moesten wennen aan de eerste releases van Kate Bush. Het is niet alleen het stemgeluid dat op het eerste gehoor kan irriteren, het gaat ook om de manier waarop de artiest meebeweegt met de muziek of wat voor melodieen je creeërt. Het is echt een kwestie van compositie. En natuurlijk is het normaal dat je naar vergelijkingsmateriaal zoekt de eerste keer dat je iets hoort. Als je voor het eerst iets exotisch eet en je het moet beschrijven, ga je het vergelijken met voedsel dat iedereen kent. Omdat het niet anders kan." De muziek van Zeebee mag dan klinken als de perfecte soundtrack voor een nacht in de drukke stad, zelf leidt ze een ruraal leven met haar kinderen, diep verscholen in de groene heuvels van Oostenrijk. "Het leven op het platteland is ontzettend belangrijk voor me. Het klinkt simplistisch, maar ik ben nu eenmaal dol op frisse lucht, natuur, en uitzichten zonder de hinderlijke bewijzen van menselijke beschaving. Het is verfrissend en ontspannend tegelijkertijd. Steden hebben ook zo hun charme, maar ik ben altijd blij als ik weer thuis ben. Bovendien is Oostenrijk muzikaal veel levendiger dan je op het eerste gezicht zou denken. Voor mij is het in ieder geval prettig werken. Ik kan er rustig experimenteren, schrijven en een beetje spelen met geluid. Dat is sowieso de manier waarop ik vaak werk, al is er soms dat gevoel van een richting, een idee dat van diep binnenuit komt. Dat kun je eigenlijk niet eens in woorden vangen. Het is een gevoel van totale logica." Zeebee ziet overigens, zoals veel vrouwelijke muzikanten, duidelijke overeenkomsten met het gezinsleven en een leven in de muziek. "Ik dacht eraan om nog een kind te nemen, maar daar waren mijn kinderen het niet mee eens. Dus ik denk dat dit gecombineerde leven nog wel even zo doorgaat, en hopelijk maak ik nog een hoop goeie platen. Leven schenken aan een album of een kind heeft zeer zeker bepaalde overeenkomsten. Nadat het werk aan Priorities voorbij was kreeg ik last van een postnatale depressie. Ik dacht er zelfs al aan om Brooke Shields te bellen voor medisch advies." Artur Schulz for laut.de, Germany/March 06 Marylin Monroe ist noch gar nicht gestorben! Sie lebt, hat inzwischen den Namen Zeebee angenommen und veröffentlicht mit "Priorities" ihr zweites Album. Dieser Eindruck entsteht zumindest beim Opener "Zeebee Case" der in Österreich beheimateten Künstlerin. Schwungvoll und treibend geht es im Big Band-Sound sofort zur Sache. Mit verführerischer Stimme weckt die Sängerin Assoziationen an "Diamonds Are A Girls Best Friend" und "Heat Wave". "History Repeating", jene glänzende Zusammenarbeit der Propellerheads mit Shirley Bassey aus dem Jahr 1997, lässt ebenfalls grüßen. All das verpackt in einen mitreißenden Mix aus schmissigen Bläser-Elementen und effektvollen Elektronik-Klängen. Zeebee hat auf ihrem Album aber eine Menge mehr zu bieten, als sich rasch abnutzende Marylin Monroe-Reminiszenzen. Auf eine ganz persönliche Weise überzeugt die Sängerin und Komponistin mit der Vorstellung ihrer musikalischen Welt. "Priorities" ist das elegante, stimmungsvolle Song- Accesoire für Clubs der gehobenen Klasse. Der Titeltrack schielt gezielt auf den Dancefloor des Club-Bedarfs. Die gut gesetzte, straighte Duane Eddy-Hallgitarre und dezente Eighties-Anleihen erzeugen Spannung. Mit krachenden Backbeats wird Ella Fitzgeralds "A Tisket A Tasket" adaptiert und in die Neuzeit transportiert. Im tempomäßig zurückgenommenen "Sticks" schaffen sphärische Klänge Chill-Atmosphäre. "Cards And Signs" vermittelt Sinnlichkeit vor einem kühlen Techno-Vorhang. Zeebees Stimme schwirrt sinnlich-verspielt über die Beats und Melodie-Breaks. "Sunny Friend" setzt als Stilmittel das beliebte Vinyl-Knistern ein und erzählt seine Geschichte vor dem Hintergrund von Synthie-Regenfällen und präsentem Glockenspiel. Melodien tauchen auf und verschwinden, um später unerwartet wiederzukehren; Rhythmuswechsel innerhalb der Titel sind keine Seltenheit. Als zweites Cover steht der Klassiker "Fever" auf dem Programm. Die Umsetzung ist zwar gelungen, allerdings nicht sonderlich aufregend. Ein unverbrauchter und nicht so oft interpretierter Song wäre sicher von Vorteil gewesen. "Cartoonboom" bringt mit einem erneuten Stilwechsel wieder frischen Wind in das Album: Mit seinen Beats und scheppernden E-Gitarren steuert dieser Song in Richtung Blondie und B-52's. Natürlich nie im tatsächlich schmutzig-rotzigen Punkoutfit, sondern in gepflegter New Wave-Abendgarderobe. Zeebes Musik-Melange ist eine vergnügliche Zitate-Reise durch rund vier Jahrzehnte der Pop-Geschichte. Hier eine Prise Ultravox, da eine kleine Dreingabe Shakespears Sister, gut gesetzte Sound-Effekte die Künstlerin legt sich mit viel Charme und Engagement in die Kompositionen. Orgeltupfer, Pianos, Dubs und Akustik-Sounds sind stimmig in die Songs eingebettet. In einigen Momenten erinnert Zeebee an die Arbeiten des Holländers Taco, der in den achtziger Jahren allerlei Swing-Standarts in ein Synthiepop-Gewand hüllte. Seine Version von Fred Astaires "Puttin' On The Ritz" besaß bereits einiges von dem Soundkonstrukt, das Zeebee hier ausbreitet. Gut, ein paar Längen sind auf dem Album zwar ebenfalls auszumachen, doch die Anzahl der gelungen gewebten Tracks überwiegt eindeutig. Und Vorsicht: Zeebes süß durch die Melodien und Rhythmen tanzende Stimme birgt hohes Sucht-Potenzial. Das ist die Stimme, von der man sich gern einmal ein sinnlich gehauchtes "Happy Birthday" trällern lassen würde wie es Marylin für J.F.K. einst so unvergesslich zelebrierte. Interview with Christian Rösner for extraFeuilleton of the Wiener Zeitung, Austria/Feb. 06 Ihre einzigartige Stimme war es, mit der Eva Engel alias “Zeebee³ die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Es ist ihr ganz spezieller “Betty Boop³-Style, mit dem sie sich in die Herzen ihrer Hörer singt, unterstützt von dezent eingesetzter Elektronik, die sich auch gerne einmal von akustischen Gitarrenklängen aufwärmen lässt. Kaum zu glauben, dass die Vorarlbergerin keine professionelle Gesangsausbildung genossen hat. "Ich kann nicht im klassischen Sinne singen" , behauptet Engel. "Mir wurde in der Schule auch regelmäßig gesagt, dass ich es nicht kann. Ich kann eben nur so singen, wie ich singe. Manchmal kommen die Leute nach den Konzerten zu mir und fragen mich, ob ich das wirklich live gesungen habe. Und wenn ich gefragt werde, ob ich mir vorstellen könnte, mich auf der Bühne mit einem Instrument zu begleiten, muss ich sagen, auf keinen Fall. Denn das Singen ist für mich so anstrengend und passiert so bewusst, dass es unmöglich für mich wäre, mich auf etwas anderes zu konzentrieren. Das wäre so, als würde man einer Opernsängerin eine Geige in die Hand drücken." Das Einzige, womit sie Schwierigkeiten hat, ist "Happy Birthday" zu singen. "Meine Sprechstimme ist eigentlich sehr tief, und wenn ich in dieser Tonlage versuche, Happy Birthday zu singen, klingt das fürchterlich. Das kann ich auch nicht. Oder Weihnachtslieder eine Katastrophe." Jetzt stellt sich natürlich bei jemanden, der noch nie etwas von Zeebee gehört hat, Neugierde ein: Wie klingt das wohl? "Ich habe immer gesagt, ich mache fantastische Musik, im Sinne von fantastic das englische Wort passt da sehr gut. Das bringt es für mich auf den Punkt. Dann schreien aber oft alle auf und sagen, sie kriegen die Gänsehaut, weil sie dabei an André Heller denken müssen. Aber irgendwie trifft es das dann schon. Meine Musik hat eine eigene Art von Humor. Mein erstes Album ist zum Beispiel sehr ironisch. Ich vollziehe eine Gratwanderung zwischen kommerzieller und alternativer Musik. Hätte ich nicht zuerst bei einem kleinen Label veröffentlicht, dann wäre das sicher in die komplett falsche Richtung gegangen." Debütiert hat Engel bei dem kleinen Label "Angelika Köhlermann" mit dem Album "Chemistry". Das zweite, nun vorliegende Album "Priorities" ist aus einer Kooperation von "Angelika Köhlermann" und "monkey" (einer Universal-Tochter) entstanden, um die größeren Strukturen zu nützen und mehr Breitenwirksamkeit zu erreichen. Und angesichts ihres enormen Outputs hat Engel das auch verdient; immerhin hat sie innerhalb von drei Jahren 187 Songs komponiert! "Eigentlich waren es ja noch viel mehr, aber das war die effektive Songauswahl. Ich habe am Anfang damit auch sehr viele Labels damit überfordert; die erste Zusage kam dann von Gerhard Potuznig. Er war auch dazu bereit, die Rolle eines Koproduzenten zu übernehmen, denn ich habe nicht wirklich einen Produzenten gesucht, sondern vielmehr jemanden, der mir beim letzten Schliff hilft. Und so hat sich die Zusammenarbeit ergeben." Bei einer derartigen Produktionsdichte möchte man meinen, dass Engel unentwegt Songs komponiert. Aber ihr eigentlicher Beruf besteht im Schreiben für Zeitschriften und Verlage. "Ich habe wenig geschlafen in der Zeit, als ich die 187 Songs gemacht habe ich neige jedenfalls dazu, Obsessionen mit einer vielleicht ungewöhnlichen Vehemenz zu verfolgen. Wenn ich einmal drin bin, tue ich mir sehr schwer, wieder aufzuhören." Die Leidenschaft zu singen, entstand schon in frühen Jahren "Das war, als ich fünf Jahre alt war. Meine Mutter hatte ein Radio mit einem eingebauten Mikrofon, und da habe ich mir immer die Sender herausgesucht, die nur instrumentale Musik spielen, also Klassik oder Jazz, und habe dazu meinen Gesang aufgenommen. Später habe ich dann immer nur für mich am Computer produziert, bin nie von jemandem anderen dazu aufgefordert worden und jetzt belästige ich die Welt damit." Stylus Magazine, New York, Ian Mathers, May 2006 I adored Austrian chanteuse Zeebee's debut Chemistry with the kind of admiration that leads you to play an album until you start noticing the littlest things, until it's the placement of certain notes or phrases that really sing to you when you hear the music again. When I get that deep into a record it means what I'm really looking for in a follow-up is more of the same. When it doesn't do that, and whatever its strengths and weaknesses Priorities is not Chemistry, Part II, I tend to be disappointed. Well, not disappointed, exactly; this record starts out with a song called ³Zeebee Case² that features the kind of big band arrangement that tends to make me think of classic Bugs Bunny cartoons and Cowboy Bebop-style hand percussion, something an order of magnitude more exuberant than even the brightest moments of her debut. That initial explosion, along with the brightly coloured single ³Cartoonboom² (of which the ³Radio Mix² on the album proper is not as satisfying as the statelier production on the video version, also present on the disc) and a few other tracks, tricked me the first few times through Priorities into thinking Zeebee had fully abandoned her devastating languour from Chemistry. To some extent she has. But Priorities feels entirely different than Zeebee's debut even when songs like the hazily reserved instrumental ³Sticks² or the chilling, vulnerable (although not necessarily in the way you'd expect) ³Suicide Attempt,² are superficially similar to Chemistry. There would be something very wrong if a new record didn't stand on its own feet and possess its own atmosphere, but part of me is put off nevertheless. Priorities, in addition to the exuberance mentioned above, is more present than Chemistry, funnier, more eager to engage the listener, certainly more conducive to dancing, more sensuous, and brighter. But it's also less focused, less decadent, and lacking that magical quality that allowed Zeebee's voice to practically melt into the music, even as it (and her) remained the center of attention. The actual failings of Chemistry are few and predictable; versions of ³A Tisket a Tasket² and ³Fever² are less than essential, there are a few tracks (especially the instrumental ³Jeff's Disco²) that are pleasant but probably should have been cut, and not every expansion of sound is a stunning success (the aforementioned ³Radio Mix² of ³Cartoonboom²). But they're outweighed by the progress; Zeebee's command of her voice, evoking everything and everyone from Bjork to a kitten to your stereotyped Jazz Age vixen, has improved by leaps and bounds. ³Zeebee Case² alone indicates how exciting she can be when she goes up-tempo in the right way, and a slow burner like ³Sweetness² or the hazily sexy ³Sunday Morning² show how compelling she can be when she turns up the charm. Priorities might be an even better entry point to one of the more interesting voices out there right now than my beloved Chemistry; messy, poppy, and vibrant, if nothing else it offers further proof that Zeebee could go in any one of a million directions and still make gripping music. Hans van Lissum for CUT-UP Magazine, Amsterdam-Barcelona/April 06 Stelling: Wie in de ijle hoogten van de Oostenrijkse bergen resideert en zich daar bovendien de luxe van een klein studiootje kan veroorloven, kan bijna niet anders dan intrigerende muziek voortbrengen. Als we het antwoord in het werk van Zeebee moeten zoeken, kan niet anders dan bevestigend geantwoord worden. Zo wereldvreemd en eigenaardig als Zeebee op de hoesfoto overkomt, zo klinkt ook haar muziek. Het sterke, ouderwetse triphopgevoel komt bij Priorities om de hoek kijken, met als verschil dat Zeebee er haar eigen krachtige, kleurrijke draai aan geeft. Jazz is alvast een dankbare voedingsbodem, of dat nu het cartooneske kopergeschetter in opener Zeebee Case is, of de rokerige nachtclubsfeer in Sweetness. Vervolgens lardeert ze de boel met alles waar ze zin in heeft: orgels, krakerige harp-samples, opgeruimde dance, en haar glasheldere, kinderlijke en ook wat theatrale stemgeluid. Zo verschiet de plaat bij elk nummer van kleur, maar waar het ergens anders al gauw zou verzanden in een onsamenhangende brij, is het in het geval van Zeebee eerder het tegenovergestelde. Wie van hokjes houdt heeft aan Zeebee een zware kluif, voor wie zijn platen graag in de vorm van een lapjesdeken heeft, is Priorities verplichte kost. En voor wie van tripjazzsampledance houdt natuurlijk ook. Petra Nachbaur for Echo Magazin, Austria, May 06 Bezaubernde Zeebee Sie ist präsent auf FM4 und im Spex, vernetzt mit Musikern von der Ukraine bis zu den Fijis. Das zweite Album der vom Dornbirner Oberdorf aus werkenden stupenden Stimme ist erschienen und zeigt die Bestandsaufnahme einer vokalen Selbstversicherung. Wie klingt eine Eva Engel? Verführerisch und zugleich unschuldig? Lasziv und kindlich? Weiblich und wesenhaft? Irdisch-sinnlich und zugleich sphärisch-spacig? Genau. Grund genug, diesen allzu passenden schönen bürgerlichen Namen, der viel vorwegnimmt, abzulegen. Ihn einzutauschen gegen eine Maske. Ergeben hat sich der neue Name im E-Mailverkehr. Von einem der ersten Internet-Anschlüsse Vorarlbergs aus unterhielt die Sängerin mit einem Kollegen in London “eine Brieffreundschaft³, wie sie es charmant altmodisch nennt. Als “Cyberbabe³ habe er sie angeredet, diese Anrede dann verknappt zu den Initialen “C.B.³ daraus ist “Zeebee³ entstanden. Es lag nahe und war stimmig, diese Identität über die musikalische Produktion der Sängerin zu stellen, die zu jener Zeit ganz intensiv übers World Wide Web ihre Musik machte, formte, entwickelte. Noch heute schätzt Zeebee das damals autonome Forum mp3.com. Eine Plattform für Musik, mit eigenen Charts, kompetentem Feedback, laut Zeebee “das größte digitale Musikarchiv der Welt³. Eine nicht nur interessierte, sondern auch professionelle Community hatte sich dort zusammengetan, betrieb File-Sharing und werkte gemeinsam an neuen Möglichkeiten musikalischer Zusammenarbeit. Für Zeebee, geprägt von bodenständiger Jazz- und Funk-Bandsozialisation, taten sich neue Welten auf. Im Netz hat sie ihre Leute gefunden, so ist ihr erstes Album entstanden. “Chemistry³ erschien 2004. Im Grunde sei die Arbeit im Netz “nicht unähnlich dem Proben³, erzählt Zeebee beim Kaffee in ihrem Büro, serviert in orientalisch inspiriertem silbrigem Geschirr. “Weniger spontan³ sei die Sache freilich als das Improvisieren im Proberaum, etwas “kopflastig³. Trotzdem war das richtig und wichtig. Denn, nach Jahren in England und der Schweiz zurück in Vorarlberg, hatte Zeebee hier Probleme, ihre Stimme einzubringen. Vielen Formationen erschien sie als nicht kompatibel, nicht integrierbar. Kein Wunder, dass “die Sehnsucht nach etwas anderem³ Zeebee umgetrieben hat, und im Internet bot sich die Chance, ihren Stil zu verwirklichen. Dieser Stil hat stark mit dem Irritationsfaktor ihrer Stimme zu tun. In Rezensionen von Zeebees Veröffentlichungen auf denen vokal alles authentisch ist, genau so gesungen wie nun zu hören fallen Namen wie Björk oder Beth Gibbons. Komplimente oder Schubladen? Tiefenwirkung. Die Besprochene findet es ganz natürlich, dass versucht wird, Neues über Vergleiche zu beschreiben. “Das ist, wie wenn man den Geschmack eines exotischen Gerichtes in Worte zu fassen versucht³, vergleicht wiederum Zeebee. “Noch dazu, wenn die Hörgewohnheiten so sind, wie sie nun einmal sind. Es braucht eine Zeit, bis die Leute das kennen.³ Dass ihre Stimme bekannter bekannt wird, dafür sorgt auch die Radio-Frequenz. Ein Feature ist auf Deutschlandfunk gelaufen, auch FM4, dessen “Soundpark³ lange eine Basis für ihre Experimente war, spielt Zeebee. Dort läuft “A tisket a tasket³: Dieses Lied, das die junge Ella Fitzgerald zum Star gemacht hat, kennt und liebt Zeebee seit ihrer Kindheit. Mit der Melodie ist sie aufgewachsen, die Lyrics hat sie viel später entdeckt und rätselt noch daran herum. “Das ist ein total seltsamer Text³, meint Zeebee. Ella Fitzgerald habe den Song für ein Kinderlied ausgegeben. Fest steht aber, dass die Frau, die das singt, sehr leidet, und es fragt sich: “Was hat sie denn da wirklich verloren?³ Wohl nicht wirklich bloß den kleinen gelben Picknickkorb? “Sie hat alle irgendwie verarscht³, behauptet Zeebee und relativiert: “Das hoffe ich mal ...!³ “Was für Musik würde Ella Fitzgerald heute machen?³ fragt Zeebee ernsthaft und sieht in der Zusammenarbeit mit dem Briten Kevin Martin (“The bug³) einen möglichen Ansatz: In dessen sehr basslastigem, ungemein “physischen³ Sound, der bei großer Lautstärke extreme Kraft entwickle “Wenn der im Flex spielt, vibriert dein Innerstes³, schildert Zeebee. Genau richtig für das vorgebliche ’Kinderlied¹ befand Zeebee diesen Klang und gewann den Dancehall-Dub-Experten für eine Kooperation. “Ich hoffe, dass sie sich damit anfreunden könnte³, sagt die Entlehnerin dermaßen gewinnend, dass die zuversichtliche Vorstellung nicht unrealistisch erscheint. Auch FMQueer hat den so reiz- wie kraftvollen Glamour des Ella-Zeebee-Songs entdeckt. Die zweite Coverversion auf “Priorities³ ist “Fever³, auch ein Lied, das die Sängerin von Jugend an begleitet. Die meisten Tracks auf dem neuen, erneut vom Wiener Gerhard Potuznik koproduzierten Album sind wieder Gemeinschaftsarbeiten mit diversen Musikern. Bei zwei Songs hat Zeebee alles alleine gemacht. In diese Richtung will sie sich in Zukunft bewegen, ihre Aufmerksamkeit vom Mentalen zum Instrumentalen verlagern. Während sie zuvor lange Zeit allein gearbeitet hat, um ihre ureigene Stimme auszuprägen, zu profilieren, sie “weg von der Schönheit³ und hin zu eigenwilliger Qualität reifen zu lassen, kann sie sich die kommenden Jahre in Beschäftigung mit dem Komponieren vorstellen. Höhenluft. Ihr Album hat sie unter anderem in Wien präsentiert. Dass sie dort in der Roten Bar im Volkstheater aufgetreten ist und davor im Kunstmuseum Liechtenstein, kommt nicht von ungefähr: “Das sind die besten Konzerte³, befindet Zeebee. Solche Rahmen entsprächen ihr sehr. “Da stimmt dann einfach alles zusammen³, sagt Zeebee und schildert mit Verve die sechsköpfige Band, die sie zusammengestellt hat, “wo dann alles live gespielt wird³. In intimerem Rahmen präsentiert sie ihre Musik mit dem Jazzpianisten Stefan Frommelt, bisweilen so unlängst in Brasilia tritt Zeebee auch völlig solo vor ihr Publikum. Den Videoclip zu “Cartoonboom³ haben die Gestalter Suk&Koch gedreht, zwei Animations-SpezialistInnen, die sie “ein Jahr lang gequält habe³, so Zeebee amüsiert, bis sie sich auf das Projekt eingelassen hätten. Die visuelle Umsetzung des Songs, der von Obsessionen erzählt, zeigt viel Chrom, viel Geschwindigkeit. Tempo ist eine Eigenschaft, die Zeebee auch in ihrer Tätigkeit als Texterin auszeichnet sie schreibt nicht nur Lyrics, sondern betreibt seit zehn Jahren auch verbales Gestalten für Kundschaften. Mit “Idee, Konzept und Text³ im Feld der Werbung verdiente sich die Kreative, die als Zeebee noch keinen Lebensunterhalt bestreiten kann, ihre Existenzgrundlage. Dennoch ist die Autoleidenschaft, von der im Songtext die Rede ist und die auch das rasante Video prägt, keine ganz fiktive. Der technische Aspekt fasziniert Zeebee, die “immer freakige Wagen³ gefahren sei. Nur fährt sie nicht bloß auf Autos ab, sondern fliegt auch auf andere Maschinen: In Hohenems hat die so mutige wie anmutige Steuerfrau den Flugschein gemacht und sich in ein ganz bestimmtes Flugzeug verschossen. Kunstfliegen wäre ihr Ziel gewesen, Bewegungen wie auf der Achterbahn zu produzieren, vom Adrenalinschub zu zehren, der dich nach einem wortwörtlichen Ausflug “zwei Tage lang wie ein Clown³ fühlen lasse. “Sehr schön³ sei dieses Gefühl, so Zeebee schlicht. Weniger schön hatte es der Fluglehrer neben ihr. Mehr als einmal habe sie ihn in Schrecken versetzt, weil sie wichtige Manöver “am letzten Drücker³ einleitete. Nicht, um¹s drauf ankommen zu lassen, sondern einfach, weil sie “zu zerstreut³ gewesen sei, behauptet Zeebee. Und wer wollte der Engel Eva mit den riesigen Augen nicht Glauben schenken? |